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Das EurSafety-Health-Net Projekt

Workpackage: Euregionale Netzwerkbildung EurQHealth

Behandlungs-assoziierte Infektionen (BAI) verursachen weltweit die meisten im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Besonders kritisch sind dabei Infektionen durch Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA), für die es nur noch wenige Möglichkeiten der Antibiotikatherapie gibt. In Deutschland wurde in den letzten Jahren ein Anstieg der MRSA-Prävalenz an allen S. aureus Isolaten von 2% auf ca. 25% beobachtet. Ebenso ist in Belgien der Anteil von MRSA seit Jahren auf hohem (20-30%) Niveau. In den Niederlanden hält sich der Anteil durch konsequente „search and destroy“ – Politik seit Jahren stabil auf unter 3%. Dennoch werden in den Niederlanden seit zwei Jahren vermehrt so genannte „community acquired“ (CA-) MRSA, d.h. ambulant erworbene MRSA beschrieben, die eine Gefahr für die gesunde Bevölkerung außerhalb von Krankenhäusern darstellen. Ein Ziel des EurSafety Health-net -Projektes ist die Schaffung von grenzübergreifenden Netzwerken in den beteiligten Euregios. Dies kommt den Patienten im euregionalen Gesamtgebiet zugute und verschafft den Krankenhäusern der Euregios einen Standortvorteil, da auf der einen Seite die Qualität der Behandlung auf deutscher und belgischer Seite damit deutlich gebessert wird, auf niederländischer Seite der Zugang zum Gesundheitswesen und zu Gesundheitsleistungen vereinfacht wird. Auf deutscher Seite sollen BAI und Erreger mit Multiresistenz frühzeitig erkannt und gesenkt werden. Dies soll insbesondere durch die Fokussierung auf die Erfassung und gemeinsame Bekämpfung von MRSA erfolgen, indem die MRSA-Rate auf niederländisches Niveau gesenkt werden soll.

Auf der anderen Seite soll im gesamten EurSafety Health-net Projektgebiet die Ausbreitung von gefährlichen Infektionserregern, wie z. B. CA-MRSA oder Clostridium difficile Ribotyp 027 erfasst und Mechanismen zu deren effektiven Kontrolle erarbeitet und etabliert werden. Dies muss in enger Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst erfolgen. Durch die aktive Aufklärung der Bevölkerung der Euregios durch die euregionalen Netzwerke soll durch das EurSafety Health-net-Projekt „Runde Tische“ geschaffen werden, an dem die wichtigsten Partner des Gesundheitssystems in der jeweiligen Euregio zusammenarbeiten, die tagtäglich mit BAI und MRSA/CA-MRSA etc. zu tun haben (u.a. Krankenhäuser, Laboratorien und der öffentliche Gesundheitsdienst). Die Aufgabe des „Runden Tisches“ ist es, die unterschiedliche Situation zu Behandlungs-assoziierten Infektionen, insbesondere durch antibiotikaresistente Bakterien, wie MRSA/CA-MRSA und C. difficile RT 027 in den Euregios zu analysieren und eine gemeinsame Vorgehensweise in den Euregios zu erarbeiten. Hierzu gehört auch die Vorgehensweise bei der grenzüberschreitenden Versorgung von Patienten und der Problematik der Einschleppung von nosokomialen bzw. „ambulant erworbenen“ MRSA. Durch zwei euregionale Akademien sollen Pläne für die Durchführung gemeinsamer Aufklärungs- und Fortbildungsveranstaltungen erarbeitet werden. Zusätzlich werden Vorgehensweisen für integrierte Fortbildungsstrukturen erarbeitet, die von der Universität Twente überprüft und wissenschaftlich begleitet werden.

Die Gesundheitsämter können auf die volle wissenschaftliche Unterstützung durch die Koordinatoren zurückgreifen. Dies soll die Grundlage für grenzübergreifende Qualitätsverbünde bilden (EurQHealth). So kann durch Senkung der Infektionsrate die medizinische Versorgung deutlich verbessert werden. Durch diese Kooperationen und den Informationsaustausch über die EurSafety-Telematikplattform kann das Projekt dazu beitragen, die Hürden für einen freien grenzüberschreitenden Verkehr von Patienten und Personal im Gesundheitswesen zu vermindern. Sogenannte MRSA-Koordinationsstellen werden ihre Arbeit als Ansprechpartner für Fragen und Probleme, vor allem aber zur Koordinierung der am „Runden Tisch“ erarbeiteten Empfehlungen und Fortbildungsveranstaltungen aufnehmen. Die Ergebnisse der Arbeit werden in einem gemeinsamen Positionspapier niedergeschrieben und dienen als zukünftige euregionale Richtlinien. Durch eine Senkung der Infektionsrate würde die Gesundheitsversorgung verbessert und könnte mittelfristig zu einem wichtigen Standortvorteil für die gesamte Grenzregion führen.

 

 

Evaluierung und Vergleichbarkeit

Im Rahmen der euregionalen Netzwerke sollen allgemeine und spezielle Qualitätsindikatoren zur Vergleichbarkeit von Krankenhäusern innerhalb der EUREGIO gesammelt und analysiert werden. Zu den allgemeinen Indikatoren zählen:

  • Abgesetzte Operationen
  • Dekubitus und Decubitalinfektionen
  • Arzneimittelverbrauch, v.a. Indikator-Antibiotika
Zu den speziellen Indikatoren gehört:
  • Anteil der auf MRSA gescreenten Patienten bei Aufnahme
  • Nosokomiale MRSA-Raten
  • Unerwartete MRSA-Kolonisationen/Infektionen

„Runde Tische“ in den Qualitätsnetzwerken (EurQHealth)

In der ersten Phase des Projekts werden die Koordinatoren in den jeweiligen Euregios einen euregionalen „Runden Tisch“ etablieren. Die Koordinatoren werden im Verlauf des Projektes am Runden Tisch die jeweils verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens ihrer Region, die mit dem Thema MRSA konfrontiert sind, zusammenführen. Jeweils deutsche, belgische und niederländische Vertreter des öffentlichen Gesundheitsdienstes, kaufmännische und ärztliche Leiter der Krankenhäuser, Hygienefachpersonal, Vertreter von Krankenkassen, Ärzteverbänden, Verbraucherschützer und Patientenvertreter sowie Pressevertreter sollen am Runden Tisch zusammentreffen, um einen Erfahrungsaustausch zu dem Themenkomplex MRSA unter der Leitung der Koordinatoren zu ermöglichen. Früh eingebunden werden sollen die Hygienebeauftragten Artzinnen oder Ärzte der größeren Krankenhäuser und Hygieneexperten der wichtigsten regionalen Laboratorien. Gemeinsam mit anderen Experten werden diese als Beratergremium fungieren.

Die Aufgabe des „Runden Tisches“ ist es, die unterschiedliche Situation zu Behandlungs-assoziierten Infektionen, insbesondere durch antibiotikaresistente Bakterien, wie MRSA/CA-MRSA und C. difficile RT 027 in den Euregios zu analysieren und eine gemeinsame Vorgehensweise in den Euregios zu erarbeiten. Hierzu gehört auch die Vorgehensweise bei der grenzüberschreitenden Versorgung von Patienten und der Problematik der Einschleppung von nosokomialen bzw. „ambulant erworbenen“ MRSA. Durch zwei euregionale Akademien sollen Pläne für die Durchführung gemeinsamer Aufklärungs- und Fortbildungsveranstaltungen erarbeitet werden. Zusätzlich werden Vorgehensweisen für integrierte Fortbildungsstrukturen erarbeitet, die von der Universität Twente überprüft und wissenschaftlich begleitet werden. Die Gesundheitsämter können auf die volle wissenschaftliche Unterstützung durch die Koordinatoren zurückgreifen. Die MRSA-Koordinationsstellen werden ihre Arbeit als Ansprechpartner für Fragen und Probleme, vor allem aber zur Koordinierung der am „Runden Tisch“ erarbeiteten Empfehlungen und Fortbildungsveranstaltungen aufnehmen. Die Ergebnisse der Arbeit werden in einem gemeinsamen Positionspapier niedergeschrieben und dienen als zukünftige euregionale Richtlinien.

Schaffung von grenzübergreifenden Netz­werken in den beteiligten Euregios unter Einbeziehung aller Akteure des Gesundheitswesens entlang des MRSA-Kreislaufs (EurQHealth)

Hierbei sollen möglichst viele Akteure des Gesundheitswesens, die tagtäglich mit MRSA zu tun haben (Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Arztpraxen und Laboratorien, Gesundheitsämter, Alten- und Pflegeheime, Versicherungen) binational eingebunden werden. Nur durch Einbeziehung des gesam­ten Kreislaufs der medizinischen Versorgung kann MRSA effizient vermindert werden.
Vergleich und Abstimmung der in Deutschland und den Niederlanden geltenden MRSA Hygienerichtlinien. Um sicherzustellen, dass die Richtlinien vom Personal im Gesundheitswesen auch umgesetzt werden können, soll darauf geachtet werden, dass diese frei verfügbar, verständlich und praktikabel sind.

 

Fort- und Weiterbildung des Personals und Aufklärung der Öffentlichkeit

Das Personal wird durch das für sie zuständige Hygienefachpersonal in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt und den MRSA-Koordinationsstellen intensiv fortgebildet. Insbesondere die grenzüber­schreitende Sicht und die Chance, die MRSA Prävalenz in der Region zu vermindern, soll die Akzeptanz zur Durchführung notwendi­ger Hygienemaßnahmen fördern. Insbeson­dere die Sensibilisierung der Patienten durch die aktive Aufklärung der Bevölkerung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst garan­tiert einen bedeutenden Standortvorteil. Die aktive Aufklärungsarbeit soll die Aufmerksamkeit auf Prävention von Infektionserkrankungen im Allgemeinen erhöhen.

Kontrolle der Ausbreitung von gefährlichen Krankheitserregern (z.B. so genannten CA-MRSA und Clostridium difficile Ribotyp 027)

Hier soll die Kontrolle der Ausbreitung von gefährlichen Krankheitserregern (z.B. so genannten CA-MRSA und Clostridium difficile (Ribotyp 027), humane pandemische Influenza, H5N1) beschrieben werden, die auch bei gesunden Personen und auch außerhalb von Krankenhäusern Infektionen verursachen können. Seit Jahren treten gefährliche Krankheitserreger neu auf. Hierzu gehören vor allem CA-MRSA (community-acquired = ambulant erworbene MRSA). Vor allem in den USA sind schwer verlaufende Infektionen bei Homosexuellen in San Franzisco, aber auch in Gemeinschaftseinrichtungen  wie Gefängnissen, Sportvereinen und Schulen beschrieben worden. Auch in Deutschland sind Häufungen von Infektionen mit CA-MRSA bekannt (Altenheime, Gemein­schaftseinrichtungen). Diese MRSA sind in der Lage, bei sonst gesunden Menschen leichte und auch schwere Infektionen auszu­lösen, die nicht einfach therapierbar sind. Für die frühe Identifizierung der CA-MRSA ist eine enge Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt) notwendig.

Typisierungsnetzwerk und Frühwarnsystem

In Echtzeit sollen damit Gefahren wie das Auftreten von besonders gefährlichen MRSA (z. B. CA-MRSA) identifiziert und über das Netzwerk fokussierte Maßnahmen koordiniert werden. Qualitätsverbund und Schaffung von Strukturen zur langfristigen Senkung der MRSA-Rate in den Euregios auf ein akzeptables Niveau. Da dies sowohl in den Krankenhäusern als auch im ambulanten Bereich erfolgen soll resultiert hieraus die Möglichkeit zur freien grenzüberschreitenden Versorgung von Patienten. Zusätzlich würden hiermit die Kosten, die durch MRSA entstehen, deutlich gesenkt werden. Außerdem wird die Senkung der Infektionsrate den Krankenhäusern der Region einen Standortvorteil verschaffen.

 

Qualitäts- und Transparenzsiegel für Krankenhäuser

Die erfolgreiche Mitarbeit in einem euregionalen Netzwerk EurQHealth ist an die Erfüllung der bekannten EUREGIO MRSA-net Qualitätsziele gebunden. Die Qualitätsziele für Gesundheitsämter, Arztpraxen, Alten- und Pfegeheime sind im euregionalen Netzwerk zu definieren und können in den verschiedenen Euregios auch unterschiedlich sein.

 

 

 

 

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