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Das EurSafety-Health-Net Projekt

Mehrwert und Nachhaltigkeit

Grenzüberschreitender Mehrwert

Die derzeit größten Herausforderungen, vor denen die Gesundheitswesen auf jeder Seite der Grenzen stehen, sind neben der Finanzierung, die Alterung der Gesellschaft und damit der Patienten, die sich vor allem auch im Grenzgebiet zeigt, sowie die mögliche Ausbreitung von Infektionskrankheiten sowie die Prävention vor Gesundheitsgefahren. Die Risikominimierung in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung verringert die Morbidität und Sterblichkeitsrate. Hauptrisiko auf beiden Seiten der Grenze sind behandlungsassoziierte Infektionen. Deren Auftreten ist wiederum direkt assoziiert mit dem Anstieg der Altersgrenze und der Zunahme von Risikofaktoren (Übergewicht, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Wunden, etc.), die das Vorkommen und die Ausbreitung von Infektionen durch Erreger wie MRSA begünstigen.

Die bisher erfolgreiche Vorgehensweise zur Bekämpfung von behandlungsassoziierten MRSA-Infektionen in den Niederlanden soll soweit wie möglich auch auf deutscher und belgischer Seite umgesetzt werden. Auf der anderen Seite soll für niederländische Patienten der Zugang zu Fachärzten im ambulanten Bereich vereinfacht werden, um so die frühzeitige Erkennung einer Ausbreitung von Erregern zu ermöglichen. Das betrifft vor allem Erreger, die sich ausserhalb des Krankenhauses durch normalen offenen Grenzverkehr und soziale Kontakte ohne Krankenhausaufenthalt (Arbeitsplatz, Einkäufe, binationale Lebensgemeinschaften, Ausflüge etc.) ausbreiten können, d.h. die sogenannten ca-MRSA (community acquired) und die la-MRSA (livestock associated).

Die Grenzgebiete profitieren hiervon direkt. Die Gefahr eines ha-MRSA Imports (hospital aquired) von Deutschland und Belgien in die Niederlande und von ca-MRSA bzw. la-MRSA aus den Niederlanden nach Deutschland und Belgien, ist ein mögliches Hindernis für die uneingeschränkte Mobilität von Patienten, Gesundheitspersonal und für die grenzüberschreitende Ausbildung in medizinischen Berufen. Mit der Senkung der MRSA-Rate, insbesondere durch Kooperation und Austausch aller notwendigen Informationen zwischen den koordinierenden Institutionen in den Euregios, kann EurSafety Health-net dazu beitragen, dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen.

 

Ökonomischer Mehrwert

Beide Seiten profitieren vom Rückgang der Infektionen, die zum einen verantwortlich sind für materiell nicht messbares Leid der betroffenen Patienten und deren Angehörigen, zum anderen in der Folge aber auch zu Mehrkosten durch erhöhten Therapieaufwand und einer Verlängerung der Liegedauer führen.
Das Universitätsklinikum Münster konnte im Rahmen des Projekts EUREGIO MRSA-net zeigen, dass Investitionen zum Einsatz präventiver Untersuchungen zur Erfassung von MRSA-Trägern vor stationärer Aufnahme für eine chirurgische Klinik zu 20.000 Euro Nettoeinsparungen geführt haben. Die Qualität der Gesundheitsversorgung wird verbessert, wenn die ansonsten erforderlichen infektionspräventiven und aufwendigen Hygienemassnahmen durch ein niedriges Vorkommen von Gesundheitsrisiken wegfallen (z. B. ungenutzte Betten in Patientenzimmern mit isolierpflichtigen Patienten, wie bei MRSA). Die Verlängerung der Liegedauer führt zusätzlich zu einem Verlust von Arbeitstagen.

Der Rückgang der MRSA-Rate auf deutscher oder belgischer Seite von durchschnittlich 25 Prozent auf das niederländische Niveau von ca. 1–3 Prozent würde immense Therapiekosten und den Ausfall von Arbeitstagen vermeiden. Ausgehend von einer MRSA-Prävalenz aus dem EUREGIO MRSA-net Projekt von 1,4 pro 100 Patientenaufnahmen, würde der Rückgang der MRSA-Raten auf niederländisches Niveau in den euregionalen Grenzgebieten etwa 10.000 MRSA-Besiedlungen und ca. 2.500 MRSA-Infektionen pro Jahr weniger bedeuten. So könnten jährlich Kosten von ca. 45 Mio. Euro vermieden werden. Bezogen auf MRSA-Infektionen könnten jährlich rund 21.250 Arbeitstage gewonnen werden, was der Neuschaffung von 89 Vollzeit-Arbeitsplätzen entspräche. Diese Berechnungen beziehen sich lediglich auf den einen Erreger MRSA. Bei Umsetzung der Schutzmassnahmen auf andere Erreger und Infektionen sind zusätzliche Kosteneinsparungen zu erwarten.

 

Mehrwert für andere Regionen

Durch die Erfassung des gesamten Kreislaufs der medizinischen Behandlung im ambulanten und stationären Versorgungssystems, können Sachverstand und Erkenntnisse aus der fünfjährigen Laufzeit des Projektes direkt als Handlungsgrundlage für andere Regionen in den beteiligten Nachbarländern, aber auch in Europa dienen. Von Beginn an sollen hierzu extra-euregionale Partnerschaften geknüpft werden. Die Abstimmung einer transparenten Vorgehensweise in Bezug auf Qualitätsstandards, bei der MRSA rechtzeitig identifiziert und eliminiert wird, führt zu strukturierten, zahlreichen und andauernden Vorteilen für die Euregios. Dadurch wird der Austausch von Erfahrung und Wissen zum Vorteil für die anderen Regionen der Nachbarländer und auch in Europa.

 

 

Nachhaltigkeit des Projektes

EuregiogebieteDas Förderziel in EurSafety Health-net bezieht sich auf das höchste Gut in der Qualität der Gesundheitsversorgung, die Patientensicherheit. Diese fällt in den Bereich der Prävention. Sie ist Grundvoraussetzung für die Mobilität von Patienten, aber auch der Aktivitäten von Gesundheitsversorgern über die Staatsgrenzen hinweg.

Konkret müssen Patienten vor Infektionsgefahren geschützt werden, denen sie behandlungsbedingt ausgesetzt sind. Hierbei ist insbesondere der Schutz vor Erregern mit Antibiotikaresistenz (z.B. MRSA) von herausragender Bedeutung, da der Anteil in Deutschland und in Belgien bis zu 20-mal höher liegt als in den Niederlanden. Zur Umsetzung der Patientensicherheit und der Angleichung der Qualität in der Versorgung, sollen im Rahmen von EurSafety Health-net euregionale Netzwerke der Teilnehmer des regionalen Gesundheitswesens aufgebaut werden.

Hierbei ist es für die Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutunng, dass die Kernaktivitäten des Projektes (Paneuregionales Management, EurQHealth Netzwerke) über einen Gesamtzeitraum von 5 Jahren durchgeführt werden können. Aufgrund der Größe und Heterogenität des Projektgebietes ist dies unbedingt notwendig. Zusätzlich sollen spezielle Themen, die zur Verbesserung der Patientensicherheit notwendig sind (z.B. Antibiotikaverbrauch, Information und Fortbildung, Erfassung von Infektionsdaten und Antibiotikaresistenzdaten, Frühwarnsystem für hochgefährliche CA-MRSA) im Rahmen von Kompetenzzentren bearbeitet werden. Hiermit wird die bereits vorhandene, jeweils national und international renommierte Expertise im grenznahen Gebiet in das Projekt miteinander verbunden und mit Kooperationspartner auch ausserhalb der Euregios zusammengeführt. Im Rahmen des EurSafety Health-net werden euregionale Qualitätsnetzwerke und euregionale Kompetenzzentren miteinander verbunden.

Alle Partner des EurSafety Health-net werden auch nach der Förderzeit weiter in der Region zusammenarbeiten, werden jedoch ihre Tätigkeit orientiert an den grenzüberschreitenden Erfahrungen und Ergebnissen ausrichten können. Das Projekt soll auch im gesamteuropäischen Kontext sichtbar werden und arbeitet daher mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften, der Europäischen Kommission, der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen -AEBR etc. zusammen, um die Übernahme von Ergebnissen in andere Regionen sicherzustellen. Somit trägt EurSafety Health-net dazu bei, eines der Hauptziele der Europäischen Union, die grenzfreie Mobilität, nachhaltig positiv zu beeinflussen.

 

 

 

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